Bonner Fledermausschützer
bitten Funkamateure um Hilfe
Liebe Funkfeunde,
auf der Website des DARC erschien am 01.07.2015 die
Meldung „Funkamateure lauschen nach besenderten Fledermäusen in DL“. Auch wurde
im DL-Rundspruch für die 32. KW auf das –Fledermauszug-Monitoring-Projekt
hingewiesen, mit welchem u. a. die Wanderrouten der Rauhautfledermäuse
erforscht werden sollen.
Die Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii) ist für
Laien kaum von der hier weit verbreiteten Zwergfledermaus (Pipistrellus
pipistrellus) zu unterscheiden. Ihr Zugverhalten ist aber noch weitgehend unerforscht.
Um hier Licht ins Dunkel zu bringen, werden am 30. August 2015 vier Rauhautfledermäuse in Schwedt/Oder mit
Sendern versehen und auf die Reise geschickt.
Der Bonner Arbeitskreis für Fledermausschutz (BAFF)
beteiligt sich ebenfalls an dem Projekt und bittet die Funkamateure in Bonn und
Umgebung um Mithilfe.
Da die Siegauen zwischen Mondorf und Troisdorf-Bergheim
als Rast- und Balzgebiet für die Rauhautfledermaus bekannt sind, besteht eine
gewisse Chance, dass die besenderten Tiere auch durch das Rheintal ziehen. Die
Chance, eine besenderte Fledermaus nachts beim Vorbeiflug zu erwischen, ist
äußert gering. Tagsüber in Baumhöhlen und Spalten rastende Tiere haben dagegen
eine bessere Chance, geortet zu werden. Daher wäre es lohnenswert, verstärkt
dieses Gebiet mit Empfängern und Richtantennen zu belauschen oder bei
Spaziergängen einen portablen Empfänger mitzunehmen. Aber auch in der
heimischen Umgebung mal reinzuhören kann nicht schaden.
Die zu überwachenden Frequenzen sind 150.090, 150.125,
150.165 und 150.200 MHz. Die Sender senden in CW drei Impulse von ca. 20 ms im
Abstand von ca. 900 ms, gefolgt von einer Pause von ca. 3600 ms. Ein
Hörbeispiel ist zu finden auf http://www.fledermaus-aksa.de/2015/07/bekanntgabe-der-frequenzen-der-fernwandernden-fledermausart-rauhautfledermaus-pipistrellus-nathusii/.
Bauartbedingt können die zeitlichen Abstände und die Frequenz
temperaturabhängig schwanken. Die Polarisierung kann je nach Lage der Tiere
unterschiedlich sein. Die Laufzeit der Sender soll mindestens 30 Tage betragen.
Der Überwachungszeitraum wird bis Ende Oktober angesetzt.
Um die Chancen für den Empfang besser ausloten zu können,
wird in der Nähe des Fischereimuseums in Troisdorf-Bergheim vom 30. August bis
31. Oktober eine Bake auf der Frequenz 150.008 MHz installiert. Die Sendeleistung
und das Signal dieser Bake sind ähnlich dem der verwendeten Markierungssender
(< 0.5 mW).
Sollte eine der
markierten Fledermäuse auf einer der oben genannten Frequenzen gehört werden,
bitten wir um umgehende telefonische Mitteilung an Martin Koch 0171/3285025 vom
BAFF (ggf. auf Mailbox sprechen).
Zusätzlich bitten wir um einen kurzen Empfangsbericht.
Dieser sollte neben Datum, Uhrzeit (UTC), QRG (MHz), Signalstärke, QTH
(GPS-Daten) auch die Peilrichtung und Wetterdaten enthalten. Wenn der Standort
des Tieres durch Kreuzpeilung oder Homing-in genauer lokalisiert werden kann,
bitte auch die Geokoordinaten angeben.
Bitte stören Sie
die Tiere nicht in ihren Quartieren! Sie benötigen ihre Energie für den
Weiterflug.
Empfangsberichte (auch von der Bake) bitte zeitnah per
E-Mail an dn1kav@darc.de.
Fragen zum Projekt können auch an diese Adresse gerichtet
werden.
Unsere 4
Fledermäuse bestätigen mit Sonder-QSL.
73
Werner Dreckmann DH4KAV
Bonner Arbeitskreis für Fledermausschutz (BAFF)
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